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Zu viele Tierquäler kommen ungeschoren davon

Freitag, 2. September 2011

Presse Tierquälerei ORF


Radiobeitrag von Anita Steinkellner auf Radio Kärnten zum Thema Tierquälerei. Leider werden die prinzipiell strengen Gesetze gegen Tierquälerei zu wenig hart durchgesetzt. Deshalb kommen zu viele Tierquäler ungeschoren davon.

Hier zum Download


Bevor Exotenhaltung zur Tierquälerei wird

Montag, 18. Februar 2008

Presse Exotenhaltung Tierquälerei

Netzpython

Modeerscheinung "Exotenhaltung" gefährdet Tierleben.

Die Haltung von Riesenschlangen, Pfeilgiftfröschen oder Eidechsen ist für viele ein spannendes Hobby. Aber es dürfen nicht alle "Wunschtiere" gehalten werden, außerdem gibt es eine gesetzliche Meldepflicht für exotische Haustiere.

Aus aktuellem Anlass - dem Diebstahl von 15 Pythons und zweier Pfeilgiftfrösche - wies die Kärntner Tierschutzombudsfrau, Marina Zuzzi Krebitz, am Montag auf einige wichtige Punkte hin, die bei der Haltung von exotischen Tieren zu beachten sind.

Leider sei es nicht mehr so, dass die Exotenhaltung nur mehr von Experten betrieben werde. Gerade die Haltung von Reptilien und Amphibien sei zu einer Art "Modeerscheinung" geworden. In manchen Kreisen gelte es als "cool", diese besonders ausgefallenen Tiere zu halten, kritisiert Zuzzi- Krebitz.

Hohe Haltungsansprüche

Strukturierte Terrarien, Strom, Heizung und Spezialfutter sind ein echter Kostenfaktor - und erfordern Fachkenntnisse.

Dabei werde jedoch häufig vergessen, dass gerade diese Tiere sehr hohe Haltungsansprüche haben. Diese sind "wechselwarm", das heißt ihre Körpertemperatur und Lebensfunktionen hängen von der Umgebungstemperatur ab.

Die Anschaffung der - meist teuren - Tiere ist oft dennoch wesentlich weniger kostenintensiv als die Maßnahmen, die notwendig sind, um den Tieren den richtig klimatisierten Lebensraum zur Verfügung zu stellen. Strukturierte Terrarien, Strom, Heizung und Spezialfutter sind ein echter Kostenfaktor - und erfordern Fachkenntnisse.

Klapperschlange beim Dinner
Eine Klapperschlange beim "Dinner".

Kein "gesetzliches OK" für Alligatoren

"Rote Liste".

Die Haltung von sogenannten "gefährlichen Tieren" ist generell untersagt. Dazu zählen: Kaimane, Alligatoren, Krokodile, Gaviale, Krustenechsen, Riesenschlangen - ausgenommen solche, die im ausgewachsenen Zustand nicht länger als drei Meter werden - und Giftschlangen.

Das bedeutet, dass in Kärnten Giftschlangen, Riesenschlangen über drei Meter und alle anderen als gefährlich geltenden Tiere von Privatpersonen nicht erworben und nicht gehalten werden dürfen.

Wer mit einem "gefährliche Haustier" erwischt wird, dem drohen Strafen bis zu 2.500 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 5.000 Euro.

Krokodil
Alligator oder Krokodil? Letzteres.

Zweiwöchige Meldefrist beim Magistrat

Als unbedenklich eingestufte Reptilien und Amphibien dürfen - vorausgesetzt die Haltungsbedingen stimmen - nur dann gepflegt werden, wenn eine zweiwöchige Meldefrist beim Magistrat eingehalten wird. Sonst droht eine Geldstrafe bis zu 3.750 Euro, im Wiederholungsfall muss das Doppelte berappt werden.

Information

Für jene, die sich genauer informieren wollen.

Marina Zuzzi-Krebitz
Tierschutzombudsfrau Land Kärnten
Tel: 0664 - 8053637000
Quelle: orf.at
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