Neubau sorgt für tierische Vorfreude
Dienstag, 11. Januar 2011
Im März 2010 wurde mit dem Neubau des Landestierschutzhauses in Klagenfurt begonnen. Eröffnung im Sommer. Ein Lokalaugenschein.
Foto © Weichselbraun Kaputte Türen, Gitter mit kläffenden Hunden auf alten beschädigten Fließen in viel zu kleinen Boxen gehören bald der Vergangenheit an
Auf der Tierheim-Baustelle haben die Arbeiter derzeit so etwas wie Winterferien. Doch es ist nicht zu übersehen, dass sich seit Baubeginn im März 2010 einiges getan hat, was die Augen von Marina Zuzzi-Krebitz, Präsidentin des Kärntner Landestierschutzvereines, strahlen lässt. Schon von der Judendorfer Straße aus kann man sehen, dass kaum ein Stein auf dem anderen geblieben ist. Drei Stockwerke, terrassenartig in den Hang gebaut, lassen schon erahnen, wie das neue Tierheim aussehen wird.
"Vom alten Komplex bleibt nur das Haupthaus, wo auch früher der Haupteingang und das Büro waren, übrig. Das Haus wird aber renoviert", so Zuzzi-Krebitz bei einer winterlichen Baustellenbegehung. Zurzeit können Tierheimbesucher nur über den "Hintereingang" eintreten, vorbei an Garagen und Futterküche. Nicht sehr einladend. Auch die Situation im Tierheim ist für viele Besucher in den letzten Jahren eher abschreckend gewesen. Die Hunde bellen in engen vergitterten Boxen um die Wette, Türen sind kaputt, von den Wänden bröckelt der Putz ab, Fliesen fehlen und es riecht alles andere als appetitlich. Dieser Zustand ist nicht nur für die Tiere unangenehm. Vor allem aber ist es für die Menschen, die dort arbeiten und zu Besuch kommen schlimm.
Um 100 Prozent besser
"Vieles wird sich zu 100 Prozent verbessern", ist Zuzzi-Krebitz überzeugt. Und die Verbesserung sieht man schon auf der Baustelle. Im neuen Tierheim - für das übrigens insgesamt neun Millionen Euro von Stadt, Land und der Horten-Stiftung investiert werden - bekommen die Tiere größere Boxen, die nicht vergittert, sondern mit Türen aus Sicherheitsglas abgeschlossen werden. Außerdem wird eine moderne Lüftungsanlage und viele Fensterfronten für ein angenehmes Raumklima sorgen. "Das hat es bis jetzt nicht gegeben. Die Technik nimmt allerdings sehr viel Platz ein", sagt Zuzzi-Krebitz. Eine Besonderheit werden auch die Hundefreigehege sein. Diese sind nicht mehr mit engmaschigen Gittern getrennt, sondern durch Steinzäune. "Wenn sich die Hunde nicht mehr sehen, wird das Gebell auch deutlich zurückgehen - was eine deutliche Verbesserung für die Anrainer bedeutet", sagt Zuzzi-Krebitz.
Für die Besucher wird das neue Tierschutzhaus nicht nur schön aussehen. Es wird auch ein Café, einen Shop sowie einen Veranstaltungsraum geben. Durch den Terrassenbau sind auch die Freigehege gut einsehbar. Die Besucherräume sowohl für Katzen- als auch für Hundefreunde sind nach englischem Vorbild hell gestaltet, die Boxen-Türen schräg angelegt. "Damit den Tieren der Schreck, der plötzlich vor ihnen stehenden Besucher, genommen wird", so Zuzzi-Krebitz.
Mit der Fertigstellung des Neubaus rechnet Zuzzi-Krebitz im Frühsommer, bis dahin gibt es noch einiges zu tun.



