Petition gegen Schweinekastenstände
Dienstag, 7. Juni 2011
Unsere Vereinspräsidentin Dr. Marina Zuzzi-Krebitz besuchte gestern als Mitglied einer Tierschutzdelegation den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Alois Stöger, um ihm eine Petition für die Verbote von Kastenständen in der Schweinezucht und der betäubungslosen Kastration von Ferkeln zu übergeben.
Der Tierschutzdelegation gehörten neben unserer Präsidentin, VertreterInnen des Dachverbands oberösterreichischer Tierschutzorganisationen, des Aktiven Tierschutz Steiermark, des Wiener Tierschutzvereins, des Dachverbandes österreichischer Tierschutzorganisationen und des Vereins Gegen Tierfabriken an.
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Bei der Übernahme, der von 70 österreichischen Tierschutzorganisationen unterzeichneten Petition, zeigte sich Gesundheitsminister Stöger sehr interessiert und versprach mit seinem Verordnungsentwurf das Anliegen weitmöglichst umzusetzen. Momentan laufen Verhandlungen zwischen Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium zur Frage eines Kastenstandverbots. Auch im Landwirtschaftsministerium empfing man die Delegation und war gesprächsbereit. Bis zum Spätsommer will man einen Kompromiss gefunden haben.
Drei von vier "Zuchtsauen" fristen ihr Leben im Kastenstand
Die Situation der Österreichischen Zuchtschweine ist als katastophal einzuschätzen. 75 Prozent der heimischen Zuchtsauen leben ununterbrochen im tierquälerischen Kastenstand. Die engen, sargähnlichen Käfige hindern die Muttersauen fast vollkommen an ihrer Bewegung. Sie werden in der Phase der Befruchtung und der Schwangerschaft in die Kastenstände gesperrt. Diese sind Sau an Sau angeordnet und ermöglichen dem Schweinezuchtbetrieb so eine platzsparende Aufstallung bei totaler Kontrolle über das Tier.
In der Phase der Geburt und des Säugens werden die Mutterschweine in sogenannte "Abferkelgitter" gesperrt. Auch bei dieser Variante des Kastenstands handelt es sich um körpergroße Einzelkäfige in denen außer Aufstehen und Hinlegen jede Bewegung für das Mutterschwein unmöglich gemacht wird. Das Abferkelgitter steht in einer Bucht in der sich die Ferkel befinden. Normalerweise weist die Bucht einen perforierten Boden auf, durch den Urin und Kot abrinnen bzw. durchgetreten werden. Nest- und Beschäftigungsmaterial wie vor allem Stroh ist daher in den Buchten nicht zu finden, da dieses die Löcher im Boden verstopfen würde.





