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Der Landestierschutzverein Kärnten
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0463 / 43 5 41-0
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Hitzetipps für Hund, Katz und Co.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Landestierschutzverein Kärnten Hunde Katzen Hitze Kaninchen Vögel Meerschweinchen Hamster

In den kommenden Tagen werden in Kärnten die heißesten Tage des Jahres erwartet. Wer wissen will, wie er sein Haustier vor der Hitze schützt und ihm Abkühlung bieten kann, sollte unbedingt weiter lesen.

Foto: dpa

Hunde

  1. Genügend Flüssigkeit: Sowohl zuhause, als auch unterwegs muss immer für genug Wasser für deinen Hund gesorgt sein. Für unterwegs empfiehlt es sich eine Wasserflasche mitzunehmen aus der dein Freund auf vier Beinen immer wieder trinken kann.
  2. Weg mit dem Pelz: Hunde legen sich über den Winter einen dichten Pelz zu. Was bei Kälte wohlige Wärme bringt, kann bei Hitze unangenehm heiß werden. Deshalb bringt Bürsten und Scheren Erleichterung – besonders bei langhaarigen Rassen und Mischlingen.
  3. Weniger Futter ist mehr: Da große Futterportionen bei der Hitze schwer im Magen liegen, empfehlen wir bei großer Hitze einmal lieber weniger zu füttern.
  4. Keine Überbelastungen: Sportliche Hochleistungen solltest du deinem Hund bei Hitze nicht abverlangen. Geh es lieber einmal ruhiger an.
  5. Morgenstund freut den Hund: Geh lieber am Morgen oder am Abend mit deinem Vierbeiner spazieren, weil es dann kühler ist.
  6. Sonnencreme: Bei Hunderassen mit Hautproblemen oder sehr hellen Rassen, kann es notwendig sein Ohren und Schnauze mit Sonnencreme einzucremen, um den Hund vor Sonnenbränden zu schützen.
  7. Keine Zugluft: Wer bei den hohen Temperaturen beim Autofahren gerne das Fenster zur Kühlung offen lässt, sollte aufpassen. Zugluft kann bei Hunden nämlich schmerzhafte Augenentzündungen verursachen.
  8. Auto-Verbot: Lasse niemals deinem Hund im Auto zurück. Dein Vierbeiner kann nicht schwitzen, und kann deshalb schon nach wenigen Minuten im heißen Wagen an einem Hitzeschlag sterben. Du merkst, dass dein Hund überhitzt ist, wenn er stark hechelt. Später kommen Symptome, wie Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Krämpfe und schließlich Bewusstlosigkeit hinzu.
  9. Handeln: Wenn du einen Hund in einem versperrten Auto siehst, zögere nicht die Polizei zu rufen (Nur sie darf das fremde Auto öffnen). Damit kannst du ihm das Leben retten.
  10. Erste Hilfe: Ein überhitzter Hund muss sofort in den Schatten gebracht werden. Fahre den Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt. Als Erste-Hilfe-Maßnahme auf dem Weg zum Tierarzt, sollten dem Tier zuerst die Beine und dann der ganze Körper mit nassen Tüchern gekühlt werden. Zum Trinken sollte das Tier auf keinen Fall eiskaltes Wasser, sondern lauwarmes Wasser bekommen. Auch wenn sich der Zustand des Hundes nach der Ersten Hilfe stabilisiert, solltest du unbedingt den Tierarzt aufsuchen.


Katzen

  1. Schatten bieten: Katzen sind zwar ursprünglich Wüstentiere, die gerne mal in der Sonne liegen. Jedoch benötigen die Stubentiger auch ihr schattiges Plätzchen an dem sie sich wieder abkühlen können.
  2. Freier Badzugang: Das Badezimmer ist oft das kühlste Zimmer in Haus und Wohnung. Deshalb sollte man der Katze Zugang zu diesem Raum gestatten. Dort kann sie sich auf den kühlen Fliesen von der Hitze erholen.
  3. Genügend Flüssigkeit: Auch wenn Katzen nicht die großen Trinker sind, benötigen sie bei Hitze mehr frisches Wasser als sonst. Auch kann man sie dazu animieren mit Wasser zu spielen. Beispielsweise indem man einen Ping Pong Ball in eine flache mit Wasser gefüllte Schale legt. Dadurch wird auch die wasserscheuste Katze zur Wasserratte.
  4. Vorsicht bei gekippten Fenstern: Auch wenn es sehr heiß ist sollte man eine Katze niemals ohne Aufsicht in einem Raum mit gekippten Fenster lassen. Das Tier kann sich darin einklemmen und schlimmstenfalls an einem gebrochenen Genick oder durch Ersticken sterben.
  5. Nassfutter nicht stehen lassen: Wenn man bei hohen Temperaturen Dosenfutter zu lange stehen lässt wird dieses ranzig und Fliegen legen ihre Eier darin ab.

 

Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Vögel

  1. Keine Rückzugmöglichkeiten: Während sich wild lebende Kaninchen in ihre kühlen Gänge zurückziehen können und Meerschweinchen in ihrer südamerikanischen Heimat in kühlen Bergregionen leben, sind diese hitzeempfindlichen Tiere in Gefangenschaft auf uns angewiesen.
  2. Genügend Wasser: Die Wassertränke im Käfig muss immer gut gefüllt sein. Dabei sollte das Wasser täglich gewechselt werden, da sich Bakterien bei großer Hitze schnell vermehren.
  3. Futterreste entsorgen: Wenn das Obst und Gemüse im Käfig verdirbt, können die Nager Krank davon werden.
  4. Weg von der Sonne: Ein Absolutes No-Go ist das Gehege in der prallen Sonne stehen zu lassen. Die Tiere sterben in kürzester Zeit an einem Hitzeschlag.
  5. Weg vom Ventilator: Wenn man Hamster, Kaninchen und Co. in der für den Menschen kühlenden Zugluft eines Ventilators stehen lässt, kann das sehr schnell zu Verkühlungen und Entzündungen der Augen führen.
  6. Schatten im Freien. Bei Freigehegen ist auf Sträucher und Bäume zu achten, die den Tieren Schutz vor der Sonne bieten.
  7. Kühltipp: Ein in ein Handuch gewickeltes Kühlpad oder Eiswürfel sorgen im Käfig oder Gehege für eine kühlende Stelle.
  8. Maden: Untersuche das Fell deiner Nager regelmäßig auf den Befall durch Maden. Fliegenlarven nisten sich gerne im dichten Fell an und können sich dann in die Haut fressen,
  9. Sprühdusche: Viele Vögel lieben eine Abkühlung mittels einer Sprühflasche für Blumen. Auch die gefiederten Freunde brauchen genug Schatten.

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