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Als Glücksferkel verschenkt, landeten die Ferkel Max und Moritz im Klagenfurter Tierheim. Die beiden Findelkinder fremdeln noch ein bisschen. Paulinchen, eine Kreuzung aus Hängebauch- und Wildschwein, hat es da schon besser: Sie hat ihre Ersatzmama im Tierheim schon gefunden. Die Pflege des kleinen Schweins sei sehr zeitaufwendig, sagt Tierpflegerin Ruth Salmina: "Das Schwein lebt in der Wohnung und muss - Tag und Nacht - alle drei Stunden gefüttert werden." (Foto: ORF)
Echte Schweine als Glücksbringer zu verschenken liegt derzeit im Trend. Tierschützer warnen: An die 500 Tiere werden derzeit im Landestierschutzhaus durchgefüttert, 60 Prozent davon sind ehemalige Geschenke.
Heuer schon elf "Glücksschweine" im Heim
Allen Warnungen zum Trotz werden immer noch häufig lebende Tiere verschenkt, die dann, wenn sie ausgewachsen sind, zum Teil im Tierheim landen. Weihnachten steht erst bevor, aber schon jetzt ist das Tierheim völlig überfüllt.
Immer mehr im Trend der Schenkenden liegen Glücksschweine zu runden Geburtstagen und zu Silvester. Elf solcher Schweine landeten heuer schon im ohnehin überfüllten Tierheim.
"Haltung zu Hause sehr schwierig"
Echte Schweine als Glücksbringer, das sei "absolut zu verurteilen", sagt Marina Zuzzi-Krebitz vom Landestierschutzhaus: "Es ist wahnsinnig schwierig, so ein Schwein bei sich zu Hause zu haben und in einer Wohnung unmöglich. Ein Garten schaut bald dann bald wie eine Schweinesuhle aus."
Auch sei es vorgekommen, dass zwei Schweine geschenkt werden, die sich reichlich vermehren: "Die Besitzer kommen dann mit einer ganzen Schachtel voll Nachwuchs ins Tierheim."
Quelle: ORF
Zwei Ferkel wurden in Klagenfurt in einer Schachtel ausgesetzt. Schweine als Glücksbringer zu verschenken, ist ein neuer Boom. Aber oft landen die Tiere im Tierheim.
Diese entzückenden Ferkel wurden in Klagenfurt ausgesetzt. Jetzt befinden sie sich im Klagenfurter Tierheim. (Foto: Eggenberger)
Da staunte ein Klagenfurter nicht schlecht. Auf dem Glanweg fand er gestern eine Schachtel - und darin zwei Ferkel. Der Mann brachte die jungen Schweine, die alleine noch nicht überlebensfähig sind, ins Klagenfurter Tierheim.
"Es ist zur Unsitte geworden, bei runden Geburtstagen oder Hochzeiten lebende Ferkel als Glücksbringer zu verschenken. Oft landen die Tiere bei uns, doch im Tierheim können wir bald keine Schweine mehr aufnehmen", sagt Marina Zuzzi-Krebitz, Präsidentin des Landestierschutzheimes. Meist sind die Tiere noch sehr klein und müssen dann mit dem Fläschchen aufgezogen werden. Zuzzi-Krebitz' Appell: "Schweine sind keine Haustiere! Man sollte ein Schwein aus Marzipan oder Stroh schenken, aber bitte niemals ein lebendiges."
Quelle: Kleine Zeitung
Parlamentarische Bürgerinitiative der TIERRECHTSPARTEI zur Verbesserung der gesetzlichen Situation der Schweine in Österreich braucht dringend Unterstützung aller TierfreundInnen - Bitte helfen auch Sie mit! Nur wenn viele Menschen mitmachen, können wir das Parlament dazu bringen, sich des so wichtigen Themas anzunehmen!
Gemeinsam mit BürgerInnen fordern wir Aus für Kastenstände, Vollspaltenböden und qualvolle narkosefreie Ferkelkastration sowie Erhöhung des Platzangebots.
Die TIERRECHTSPARTEI Mensch-Umwelt-Tierschutz sammelt seit einigen Tagen Unterstützungsunterschriften für eine parlamentarische Bürgerinitiative betreffend die Verbesserung der tierschutzgesetzlichen Situation der Schweine in Österreich.
Während in vielen anderen Bereichen ernsthafte Verbesserungen durch das neue Bundestierschutzgesetz von 2004 eingetreten sind, kann man die Schweine zurecht als die großen Verlierer dieser Gesetzesreform bezeichnen.
„Die Situation der Schweine in unserem Land kann man nur als katastrophal bezeichnen und bedeutet einen immensen Handlungsbedarf der Politik!“, kommentiert der Obmann der Tierrechtspartei Ralph Chaloupek. Jährlich werden fast 6 Millionen Schweine in Österreich geschlachtet, zusätzlich gibt es fast 300.000 weibliche und 10.000 männliche Zuchtschweine. Davon leben rund 85% auf Vollspaltenböden, fast 99% ohne jegliche Stroheinstreu und 72% der „Zuchtsauen“ ununterbrochen im tierquälerischen Kastenstand. Nur etwa ein halbes Promille (!) der Schweine sieht in seinem Leben jemals eine Weide.
Der Nationalrat wird vom Initiator und Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Ralph Chaloupek, Obmann der TIERRECHTSPARTEI, und allen MitunterzeichnerInnen der Petition ersucht, ein fundiertes Konzept für artgerechte Schweinehaltung auszuarbeiten und darin insbesondere für folgende Reformen einzutreten:
Verbot von Kastenständen
Verbot von Vollspaltenböden
Verpflichtung von Stroh-Einstreu
Erhöhung des Platzangebotes (das Platzangebot ist mit z.B. 0,7m² für ein 110 kg Schwein viel zu niedrig)
Verbot von schmerzhaften chirurgischen Eingriffen ohne Narkose und postoperative Schmerzbehandlung im Bereich der Kastration, Schwanzkupieren, Zähne abschleifen u.ä. - so sind heute etwa betäubungslose Kastrationen von Ferkeln die Regel!
Angebot von ausreichend Nestbaumaterial zum Abferkeltermin
Ausreichend langer Verbleib der Ferkel bei der Mutter im Einklang mit modernen veterinär-ethologischen Erkenntnissen
gesetzliche Mindestanforderungen an die Ausbildung der ArbeiterInnen in Schweinebetrieben speziell auch unter Tierschutzgesichtspunkten
Erstellung eines umfassenden Stufenplans zum schrittweisen Ausstieg aus der tierquälerischen Schweine-Intensivtierhaltung
„Alle BürgerInnen (ab dem 16.Lebensjahr) haben ab sofort die Möglichkeit, diese demokratische Initiative mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Wenn ausreichend Unterstützungsunterschriften (im Umfang von mindestens 500) zustande kommen ist der Nationalrat verpflichtet, sich mit dem so wichtigen Thema auseinander zu setzen.“, erklärt Obmann Ralph Chaloupek.
Unterschriftenformulare können sowohl hier heruntergeladen und ausgedruckt werden, aber auch per E-Mail unter tierrechtspartei@gmail.com, telefonisch unter 0699 106 70 171 oder postalisch unter der Anschrift Postfach 6, 1143 Wien angefordert werden.
Quelle: TIERRECHTSPARTEI
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