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Kontakt

Der Landestierschutzverein Kärnten
Judendorfer Straße 46
9020 Klagenfurt
0463 / 43 5 41-0
FAX: DW 24
refugium@tierschutzhaus.com


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Montag - Freitag: 11 - 17 Uhr
Samstag: 10 - 12 Uhr


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Im Wald, im Winter

Dienstag, 17. Januar 2012

Tierquälerei Geschichte

Es war ein kalter Morgen in einem sonst milden Winter. Ich und meine gepunktete Freundin Lola waren gerade munter geworden und warteten nun auf unser Futter. Doch unser Frauerl kam nicht. Sie war wohl noch immer böse auf uns zwei. Dabei wollten wir ja nur die Umgebung erkunden. Wir haben auch gar nichts angestellt. Lola und ich sind ja noch jung und wollen etwas von der Welt um uns kennenlernen. Gerade wo es zur Zeit so interessant ist. Die Zweibeiner haben nämlich ihre Häuser mit lauter schönen Lichtern verziert und sogar Bäume haben sie ins Innere geschafft. Das ist doch seltsam, oder?

Leider aber haben die Zweibeiner, die in der Umgebung des Hauses unseres Frauerls wohnen etwas gegen unseren Drang nach Freiheit und haben deshalb wieder ziemlich mit unserem Frauerl geschrien und sie hat dann mit uns geschrien und eine Tracht Prügel haben wir auch bekommen.

Vielleicht gibt es heute deshalb kein Futter oder sie hat nur verschlafen. ... Oh. Jetzt tut sich was. Draußen ist eines dieser stinkenden Dinger auf vier Rädern vorgefahren und hat direkt vor unserem Tor gehalten. Es läutet. Lola und ich bellen was das Zeug hält. Man weiß ja nie wer da draußen ist und schließlich müssen wir unser Frauerl doch beschützen. Ah, da kommt sie schon die Stiege runter, im Schlafmantel mit zerzausten Haaren. „Seid’s leise ihr Biester“, schreit sie. Das ist aber nicht nett. Dann öffnet sie die Tür und da steht ER. Ein Zweibeiner, der schon öfter bei unserem Frauerl auf Besuch war. Groß, breite Schultern, raue Hände und eine tiefe Stimme, die mich zusammenzucken lässt. Lola und ich wir mögen IHN nicht und, auch wenn wir sonst keine Angsthasen sind, fürchten wir ihn. ER hat uns nämlich als er auf Besuch war schon öfter Tritte unter dem Tisch verpasst. „Servas. Ålso wie besprochen. Nimm die Keiffn mit. I håb g’nug, i wüll se nimma.“ Was? ER soll uns mitnehmen? Nein, bitte nicht. Unser Frauerl holt die Leinen macht sie an unseren Halsbändern fest und zieht uns zwei Widerwilligen zum stinkenden Vierrad raus. Dort hebt ER uns hinten rein und schließt die große Klappe. Unser Frauerl dreht sich um und geht wieder ins Haus. Ich und Lola schauen ihr nach. Es ist das letzte Mal, dass wir sie sehen sollten...

Das stinkende Vierrad setzt sich in Bewegung zuerst langsam und dann immer schneller. Die Bäume und Lichter ziehen an uns vorbei. Mir wird ganz übel und wenn ich etwas im Magen gehabt hätte, hätte ich es wohl nicht dort behalten können. Plötzlich wird es wieder langsamer. Immer mehr Bäume sind um uns zu sehen. Und dann Stopp. Das stinkende Vierrad bleibt stehen. Kein Haus weit und breit und auch kein Zweibeiner. Vielleicht ist ER ja doch nicht so übel und will mit uns beiden im Wald eine Runde spielen oder zumindest mit uns spazieren gehen. Langsam kam Vorfreude in mir auf. Doch dann BOOM. ER reißt die Klappe auf packt Lola am Genick und zerrt sie raus. Ich will ihr zur Hilfe kommen doch dann krieg ich schon die Klappe auf die Nase. Mir wird ganz schwarz vor Augen und Blut tropft auf das semmelblonde Fell auf meinen Pfoten.

Ich kann nicht sehen wo ER Lola hin gezerrt hat, doch ich höre sie winseln. Meine beste Freundin. Meine einzige Freundin. Sie winselt um ihr Leben. Sie schreit in einer Sprache die nur andere Hunde verstehen. „Hilf mir Ronny! Es tut so weh!“ Doch ich kann nichts machen. Ich bin in meinem blechernen Gefängnis und muss zuhören. Zuhören, wie das Winseln immer leiser wird. Zuhören, wie die Schläge immer dumpfer werden. Zuhören, wie sie ein letztes Mal aufjault. Dann unerträgliche Stille, die alsbald von einem schrecklichen Geräusch durchbrochen wird: SEINEM erschöpften Schnaufen, das immer lauter wird als er sich meinem Gefängnis wieder nähert. Ich gerate in Panik. Es gibt kein Entrinnen. Als die Klappe aufgeht versuche ich in einem letzten verzweifelten Versuch mich mit meinen Zähnen zu verteidigen doch es ist hoffnungslos. ER ist zu schnell. Ein dicker Ast an dem noch Blut und Haare von Lola kleben schnellt auf mich nieder. Dann Schwärze.

Mit was haben wir das verdient?

* Diese Erzählung ist eine fiktive Adaption der Ereignisse, die sich rund um Weihnachten in Kärnten abgespielt haben und dazu führten, dass zwei Hundeleichen von unserer Tierrettung in Reigersdorf (Gemeinde Magdalensberg) geborgen werden mussten. Die Ereignisse könnten sich so oder so ähnlich zugetragen haben. Genau wissen das nur die handelnden Personen, die hoffentlich bald ihre angemessene Strafe erhalten werden.


Zu viele Tierquäler kommen ungeschoren davon

Freitag, 2. September 2011

Presse Tierquälerei ORF


Radiobeitrag von Anita Steinkellner auf Radio Kärnten zum Thema Tierquälerei. Leider werden die prinzipiell strengen Gesetze gegen Tierquälerei zu wenig hart durchgesetzt. Deshalb kommen zu viele Tierquäler ungeschoren davon.

Hier zum Download


“Die größte Sünde gegenüber unseren Mitgeschöpfen ist nicht der Hass, sondern die Gleichgültigkeit. Das ist das Wesen der Unmenschlichkeit.”

Leider sind wir dieser Tage immer öfter mit dieser Gleichgültigkeit, die der britische Literaturnobelpreisträger George Bernard Shaw in seinem Zitat beschreibt, konfrontiert. Immer mehr Menschen ist es egal, ob ein Tier Schmerz empfindet, wenn man es gegen eine Wand wirft, es in einer Mülltonne entsorgt oder, wie in Villach, mit Spiritus anzündet.

Es ist unsere Aufgabe als Tierschutzverein und eure Aufgabe als Tierfreunde gegen diese Gleichgültigkeit anzukämpfen. - durch Aufklärung, durch Aufmerksamkeit und auch durch Mut zum Handeln.

Nur so können wir es gemeinsam schaffen, dass in Zukunft Fälle, wie jene, die im folgenden Video der Kleinen Zeitung beschrieben werden, verhindert werden können.


Miauen aus der Mülltonne

Dienstag, 5. Juli 2011

Landestierschutzverein Kärnten Tierquälerei

Viele von euch können sich wahrscheinlich noch an das YouTube-Video (siehe unten) erinnern, das Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigt, die die Britin Mary Bale dabei festgehalten hat, wie sie eine Katze in einen Müllcontainer wirft.

Ähnliche Szenen haben sich nun auch in Kärnten zugetragen. Vergangene Woche wurde von einer Tierfreundin aus Klagenfurt-Viktring ein mitleidserregendes Miauen wahrgenommen, das sie zuerst nicht genau lokalisieren konnte. Nach einer kurzen Suche fand sie in einem nahen Altpapier-Container in der Abt-Malle-Gasse ein junges dreifärbiges Kätzchen, das fürchterlich jammerte.

Versorgung im Tierheim

Die beherzte Tierfreundin barg die kleine Kätzin versorgte sie und brachte sie dann zu uns ins Tierheim, wo sie geimpft und entwurmt wurde und nun von unseren Tierpflegerinnen aufgepäppelt wird.

Kätzchen aus dem Müllcontainer
Unsere Tierpflegerin Yvonne mit dem kleinen Kätzchen aus dem Müllcontainer
Bild: © Kronenzeitung

Es ist traurig, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die ein hilfloses Tier so einfach im Müll entsorgen. Es ist gar nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn die Müllabfuhr gekommen wäre und das Tier übersehen hätte.

Wenn du Hinweise zum Hergang der Tat hast, melde dich bitte unter refugium@tierschutzhaus.com oder 0463 43 5 41.

Das YouTube-Video, das Mary Bale bei ihrer Tat zeigt:


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