Kontakt
Der Landestierschutzverein KärntenJudendorfer Straße 46
9020 Klagenfurt
0463 / 43 5 41-0
FAX: DW 24
refugium@tierschutzhaus.com
Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 11 - 17 UhrSamstag: 10 - 12 Uhr
Spenden für Tiere in Not
per Überweisung
Kontonummer: 400 999 1Hypo Group Alpe Adria
BLZ 52000
Mitgliedschaft
Werden Sie Mitglied oder übernehmen Sie eine Patenschaft für einen der vielen Vierbeiner!
Spendengütesiegel
Nach Wirtschaftsprüfung wurde dem Landestierschutzverein Kärnten das Österreichische Spendengütesiegel verliehen.
Woher kommt das Martiniganserl?
Dienstag, 11. November 2008
Spielt denn das eine Rolle, woher das Ganserl kommt? Hauptsache es ist gut zubereitet! Wird so mancher, der rund um den 11. November, dem Fest des Heiligen Martins, traditionsgemäß auf sein Martiniganserl nicht verzichten möchte, fragen.
Es spielt sogar eine ganz große Rolle. Mehr als 80 % der rund 400 000 in Österreich jährlich zu Martini und Weihnachten verspeisten Gänse stammen aus dem Ausland und waren Zeit ihres Lebens nicht durch gute Tierschutzgesetze geschützt, Eingepfercht auf engstem Raum ohne jeglichen Auslauf, manchmal sogar in Einzelhaltung in winzigen Drahtgitterkäfigen, müssen die Tiere dahinvegetieren und werden innerhalb kürzester Zeit auf das erwünschte Schlachtgewicht gemästet.
Manchem dieser Tiere bleibt es nicht einmal erspart ein oder mehrmals, je nach Lebensdauer, bei lebendigem Leib gerupft zu werden, Die so begehrten weichen Daunenfedern wachsen ja immer wieder nach und so werden die Gänse für die Daunengewinnung beim so genannten Pusztarupf in Ungarn in der Zeit von Februar bis Oktober bis zu viermal gerupft.
Gleichzeitig werden die Tiere auch gemästet um die Gänse doppelt nutzen zu können. Da es sich beim Rupfen um Akkordarbeit handelt, wird aus Zeitgründen, sowohl beim Fangen als auch beim Rupfen, äußerst brutal und rücksichtslos vorgegangen. Gebrochene Beine und Flügel sind ebenso die Folge wie Haut- und Fleischwunden. Aber auch die nicht verletzten Tiere sind nach dieser schmerzhaften Prozedur schwer geschockt.
Doch nicht nur das Fleisch dieser geschundenen Tiere kommt in Österreich zum Verkauf, auch das Fleisch jener Gänse die zur tierquälerischen Stopflebererzeugung herangezogen wurde. In Österreich selbst ist jedoch sowohl das Stopfen der Gänse, als auch der Lebendrupf verboten, weiters ist regelmäßiger Weidegang unbedingt vorgeschrieben.
Daher ist es einmal mehr unumgänglich sich aus Tierschutzgründen ausschließlich für heimische Produkte zu entscheiden. Wenn Martiniganserl, dann bitte eines, das sein Leben auf grünen Wiesen in Freiheit verbracht hat ohne geschunden worden zu sein.
Dr. Marina Zuzzi-Krebitz
Tierschutzombudsfrau des Landes Kärnten



