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Der Landestierschutzverein Kärnten
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Altes Tierheim wird zu moderner „Oase“ für Vierbeiner

Mittwoch, 22. April 2009 Presse Neubau

Großzügige Gehege, weitläufige Freilaufflächen, Quarantänestationen und Seminarräume: Auf 3000 Quadratmetern wird in Klagenfurt bis 2011 ein Tierschutz-Kompetenzzentrum nach dem neuesten Stand der Technik errichtet. Am Dienstag haben Vertreter die Pläne zu dem neun Millionen Euro teuren Tierheim präsentiert. Es soll ein Ort der Begegnung werden.

Ostansicht Tierschutzhaus
Moderne Zufluchtsstätte für ausgesetzte ungewollte Vierbeiner

"Es ist die Gesellschaft, die die Notwendigkeit eines Tierheimes verursacht"

Zitat: Marina Zuzzi-Krebitz, Tierschützerin

Die unwürdigen Bedingungen im Tierschutzheim sorgen schon seit Jahren für Diskussionen. Jetzt haben sich Landes- und Stadtpolitiker, die Tierschutzobfrau sowie private Geldgeber endlich geeinigt. Im Herbst rollen beim Landestierschutzhaus die Bagger an. "Es wird ein Tierschutzkompetenzzentrum nach dem neuesten Stand der Technik errichtet", erklärt Tierschutzreferent Uwe Scheuch. Die Stadt Klagenfurt nimmt dafür einen Kredit in der Höhe von sechs Millionen Euro auf, von dem das Land jährlich 400.000 Euro zurückzahlt. Drei Millionen Euro steuert die Privatstiftung von Gönnerin Heidi Horten bei. "Die Zinsen für den Kredit bezahlt die Landeshauptstadt", ergänzt Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz.
Für die Architekten der "ARGE Egger/Krainer" war die Gestaltung des neuen Heimes ob der enormen Ansprüche an den Neun-Millionen-Euro-Bau "kein Planungs-, sondern vielmehr ein Forschungsauftrag". In dem österreichweit wohl einzigartigen Gebäude wird es Quarantäne- und Vorbereitungszonen, einen "Homing"-Bereich, einen Vortragssaal, eine Cafeteria, einen Shop, Besucherzonen, Räumlichkeiten für Klein- und Nutztiere sowie große Parkanlagen geben. "Das Gebäude wird tier-und menschengerecht sein. Es soll ein Ort der Kommunikation werden und als Schnittstelle zwischen Mensch und Tier dienen", so Tierschutzobfrau Marina Zuzzi-Krebitz. Denn die bis zu 185 Hunde und 220 Katzen sollen nicht nur in Gehegen gehalten, sondern auch für Therapien eingesetzt werden; Führungen für Schulkinder und die Einbindung karitativer Einrichtungen sind geplant. Der Betrieb wird über einen Leistungsvertrag mit dem Land finanziert.

Quelle: THOMAS LEITNER / KRONEN ZEITUNG am 22.04.09